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Spielmannszug im

Sch├╝tzenfest-Fieber

Auch in diesem Jahr 2019 freuten sich die Spielleute wieder unheimlich auf den Beginn der Schützenfestzeit. Nicht wenige hatten einen Tages Countdown bis zum ersten Schützenfest der Region in Wunderbüttel in ihr Handy programmiert. Mitte Mai ging es dann mit dem aktiven musizieren in grüner Uniform los – das Schützenfest in Rötgesbüttel stand vor der Tür. Bereits zum zweiten Mal luden uns die Kameraden vom Schützenverein Rötgesbüttel ein und auch dieses Mal hat es uns sehr viel Spass gemacht – endlich wieder in grüner Uniform marschieren und musizieren, lachen und Spass haben!

Das Wetter war großartig und die Rötgesbütteler empfingen und bewirteten uns mit viel Freundlichkeit, es wäre schön, hier noch öfter Musik machen zu dürfen. Weil es uns dort so viel Spass macht, waren wir auch gleich zwei Tage dort und führten den Umzug an beiden Tagen durch den Ort zu den Königshäusern.

Vierzehn Tage später, am Wochenende vor Pfingsten fuhren wir dann zum nächsten Schützenfest, dieses Mal nach Meine. Auch hier spielten wir zwei Tage lang, dieses zum bereits vierten Mal. Die Planung, die Bewirtung und die Gastfreundlichkeit in Meine sind beispiellos, hier wächst etwas zusammen, hier werden wir noch oft zu sehen sein. Am Samstagnachmittag marschierten wir durch die Ortschaft, hielten am Ehrendenkmal inne und beglückten dann musikalisch die Bewohner des Altenheims, während wir am Sonntagmorgen die Majestäten abholten und mit schmissigen Märschen ehrten. Zusammen mit dem Musikzug aus Meine macht uns dies von Jahr zu Jahr mehr Spass. Wie bereits in Rötgesbüttel ist die Gastfreundlichkeit beispiellos. Leider mussten wir nach dem Einmarsch auf das Festzelt auch schon wieder los, denn ab Mittag fand in Knesebeck der traditionelle Schieß-Ausmarsch statt, bei dem wir natürlich nicht fehlen durften.

Und dann am Wochenende nach Pfingsten war es endlich wieder soweit: Schützenfest in Knesebeck! Ein Jahr warten hatte ein Ende, endlich wieder Uniform an und dann ein Wochenende grenzenloses Feiern in der schönsten Ortschaft Deutschlands! Nach dem Treffen im Vereinsheim am Freitagabend gab es ein positives Ereignis, wir konnten fünf neue Jungtrommler in die Reihen des Spielmannszugs aufnehmen. Stolz präsentierten diese jungen Musiker ihre extra für sie angeschafften Trommeln und Trommelgestelle, hier gilt nochmal ein großer Dank an das vermilion-energy Germany GmbH Unternehmen, die uns diese Anschaffung ermöglicht haben.  

Es folgte die traditionelle musikalische Eröffnung des Knesebecker Schützenfestes mit dem Platzkonzert des Musikzuges der freiwilligen Feuerwehr, dem Spielmannszug des Schwarzen Korps und dem Spielmannszug des Jägercorps. Danach ging es für alle drei Musikvereine in Kleingruppen zur sogenannten Nachtmusik. Es ist ein Brauch in Knesebeck, dass die Musiker von Haus zu Haus gehen und die Bewohner auf die kommenden Festtage einstimmen. Dies wurde dann am Samstagmorgen fortgeführt, bevor dann am späten Vormittag die offizielle Eröffnung des Schützenfestes mit den Festreden des Bürgermeisters, der Schützenkönigin und der Kinderschützenkönigin und der Kranzniederlegung am Ehrendenkmal vollzogen wurde. Es folgte das Bürgerfrühstück im Schützenhaus, bei dem rund 1000 fröhliche Menschen von der Musik des Musikzuges der FFW in den Bann gezogen wurde. Die Stimmung hierbei ist jedes Jahr beispiellos, es wird auf Tischen und Stühlen getanzt und geschunkelt. Nach einer kurzen Verschnaufpause hatten wir vom Spielmannszug noch eine wichtige Aufgabe zu erledigen. Da unser alter Spieß am Sonntag zum Musikmeister befördert werden sollte, mussten wir den neuen Spieß gebührend in unseren Reihen willkommen heissen. Bei uns wird dies immer mit einer Spießtaufe im Knesebecker Beck vollzogen. Somit marschierten wir am Nachmittag bewaffnet mit Wasserpistolen zum angestauten Bach, wo dann der neue Spieß, gekleidet in einem modischen Badeanzug, ein paar Wasserspielchen vollziehen musste. Dies hat er aber mit Bravour gemeistert, hat Uniformteile überreicht bekommen und hat sich den verdienten Applaus des Publikums abgeholt. Der restliche Samstag verlief dann in gewohnten Bahnen.

Am Sonntag folgte dann aber das nächste Highlight! Nach der Nachtmusik im Wochenendgebiet und dem neu aufgeteilten Dorfabschnitt trafen wir uns alle in der Gartenanlage unseres Ehrenvorsitzenden zum gemeinsamen Entspannen. Ein großer Dank gilt hier nochmals unseren Gastgebern und den fleissigen Helfern. Doch wie vor zwei Jahren hielt ein Bus und 50 Musiker vom Fanfarenzug aus Lindau / Harz und marschierten zu uns. Es war ein monumentaler Anblick und Sound, wir hatten alle Gänsehaut. Und dieses Gefühl sollte auch gar nicht enden, denn nach der Verabschiedung von unseren Ehrenmitgliedern gingen wir bei lockerer Musik zum Antreten auf dem Schützenplatz, wo das Jägercorps ebenso erstaunt wie erfreut unsere Freunde aus Lindau begrüßten. Beim Mittags - Ummarsch durch den Ort und beim Konzert auf dem Schützenplatz am Nachmittag konnten dann alle Knesebecker den Sound bewundern, den dieses Ensembles aus den Instrumenten zaubert. Der Jubel und Applaus waren frenetisch, eine Polonaise folgte die andere. Die Stimmung war grandios. Leider mussten wir unsere Freunde dann am späten Nachmittag wieder verabschieden, aber hier wird es noch viele gegenseitige Besuche und Auftritte geben, vielleicht ja auch mal gemeinsame Musikstücke…. Ebenfalls noch am Sonntag wurde unser neuer Offizier gekürt, jetzt haben wir wieder zwei Musikmeister!

Angeführt vom neuen Musikmeister hatten wir am Montagmorgen dann die Aufgabe, die Wachen im Dorf zu verteilen. Anschließend folgte ein geselliges Beisammensein und das Üben für den Parademarsch, denn nach vielen Jahren mussten wir nicht mehr beim Parademarsch Musik machen, sondern vor der Schützenkönigin vorbeimarschieren und dabei wollten wir natürlich ein ordentliches Bild abgeben. Nach einem erneuten Ummarsch durch den Ort und einer Verpflegung bei der Königin bewegte sich der ganze Tross zur Beckbrücke zum Parademarsch. Dieser wurde von uns sehr gut bewältigt, das Üben hatte sich bezahlt gemacht. Am Nachmittag gab es dann wieder einen Grund zum Jubeln, bei der Proklamation der neuen Majestät wurde bekannt gegeben, dass der neue König aus den Reihen des Jägercorps kommt. Somit durften wir am Abend wieder den Umzug anführen und den neuen König nach Hause bringen. Abends lud dann wieder auf am dem Schützensaal das gemeinsame Feiern und Tanzen ein.

Nun geht es für uns noch zu den Schützenfesten in Müden und Ehra, dann folgt noch im August das Kinderschützenfest in Knesebeck.

Geschrieben: 25.06.2019

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